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Fukushima – kommt jetzt die Atombombe?

Nur noch wenige Optionen bleiben

Die Zeit läuft den Verantwortlichen davon. Kommt es zu Kernschmelzen und damit verbunden eventuell zu Explosionen, die Radioaktivität hoch in die Atmosphäre tragen, wäre bei der derzeitigen Wetterlage die Westküste der USA stark betroffen.

Völlig zerstörte Anlage von Fukushima- lässt sie sich ins Meer bomben?

Auch wenn sich die Wolke auf dem Weg dorthin stark verdünnt, so muss doch mit der Einwirkung über einen langen Zeitraum und diesmals auch mit langlebigen, radioaktiven Zerfallsprodukten gerechnet werden, die zwar klein, aber stark strahlend sind. Die USA muss für so einen Fall einen Selbstverteidigungsmechanismus in Gang setzen.

Erste, schiefe Töne werden bereits vernommen. So zweifeln die USA die Art und Weise der Rettungsmanöver an, deren Effektivität und die Angaben der japanischen Behörden.

Das kann der Einstieg zu einem Zerwürfnis sein, denn allmählich werden US Wirtschaftsinteressen und die Gesundheit von US Bürgern bedroht.

Wasserbomben sind gefährlich

Durch die Besprühung mit Wasser, werden nun auch radioaktive Partikel im Umfeld der Anlage im Boden angereichert, die eigentlich auf das Meer hinausgetrieben werden. Die Radioaktivität vor Ort dürfte diese Maßnahme stark erhöhen. Ebenso die Gefahr vom Eintrag von Radioaktivität ins Grundwasser. Der Zeitpunkt an dem in der Anlage nicht mehr gearbeitet werden kann wird so immer kürzer.

Der Erfolg ist zweifelhaft. Durch die Verdunstung wird zusätzlich Radioaktivität frei. Die USA haben sich auch hierzu bereits kritisch geäussert. Japan verliert hier nur Zeit. Die Mannschaften werden sinnlos geopfert – sie könnten später wertvolle Hilfe beim Aufräumen leisten. Stattdessen werden sie dann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Unfassbar – Es gibt keinen Evakuierungsplan für Tokio

Niemand weiss wie eine Evakuierung ablaufen soll. Vorbereitungen wurden nie getroffen. Eine Planung zum jetztigen Zeitpunkt ist fast unmöglich, da Zeit und Resourcen zu gering sind und urch den Tsunami anderswo gebunden sind. Tokio muss die Strahlendusche aushalten. Direkte Tote sind durch die Radioaktivität selbst wohl kaum zu erwarten, wohl aber durch die Panik und den Zusammenbruch der Versorgung und Spätschäden. Aber das sind die Probleme von morgen.

Wo ist Obama?

Ausser den üblichen Beileidsbekundungen hört und sieht man derzeit nichts vom Präsidenten. Die Zurückhaltung kann geplant sein. Sollte es zu  „Sprengungen“ kommen ( die vermutlich durch Bomber oder Crusise Missiles der US Army ausgeführt werden müssten) wäre dies eine schmerzliche Erinnerung der Japaner an den 2. Weltkrieg, aber diesmal geht es darum ihnen zu helfen.

Trotzdem kann wahrscheinlich keiner die Hand dafür ins Feuer legen, dass der Plan gelingt. Entstünden größere Schäden als erwartet, wäre der Buhmann bei dem, der es forderte.

Fukushima von oben

Aufgrund der Lage direkt am Meer wäre eine westlich vom AKW plazierte massive Sprengung in der Lage, sämtliche Gebäude und Reaktoren weit aufs Meer hinaus zu schleudern

Ergo sollte man davon ausgehen, das es die japanische Regierung, oder sogar der Kaiser sein müsste, der diesen Schritt von den Amerikanern verlangen müsste. Aber auch die Russen oder Chinesen kämen in Frage. Dreht der Wind in Richtung China, werden die Chinesen ohnehin ganz schnell mit diesem Vorschlag zur Hand sein.

In der derzeitigen Lage, in der man die Kontrolle über ein System verloren hat, gibt es nur drei Kriterien um weitere Maßnahmen zu rechtfertigen:

  1. Kann durch ein Mittel die Kontrolle zurückerlangt werden?
  2. Ist ein Mittel wirkungslos ?
  3. Verschlimmert der Einsatz eines Mittels die Lage?

Die Wasserbomben scheinen wirkungslos und zudem die Lage für das Personal zu verschlimmern. Sie sollten daher abgebrochen werden.

Der Einsatz von Sprengungen hat das Potential wieder die Kontrolle über den weiteren Verlauf zurück zu gewinnen. Die Lage verschlimmern kann mal wohl kaum, es sei denn, das Mittel ist wirkungslos. Dann würden die Auswirkungen ( weitere Verbreitung der Radioaktivität) die Lage sogar verschlimmern. Diese Abwägung müssen Fachleute treffen. Sollten die USA oder die Großstadt Tokio jedoch ernsthaft bedroht sein, würde dies vermutlich dieses Risiko der Wirkungslosigkeit und weiteren Verschlimmerung aufwiegen. Der Kontrollverlust ist ohnehin bereits eingetreten.

Drop the Bomb!

Der Abwurf einer oder mehrer nicht-nuklearer Bomben westlich des AKWs Fukushima hat das Potential das derzeitige Risiko einer weltweiten radioaktiven Verseuchung zu mindern. Die Gebäude und Reaktoren würden ins Meer fliegen. Im günstigen Fall einige Kilometer weit. Das Meer ist aufgrund der Plattentektonik dort sehr tief. Eine Kühlung wäre somit gegeben. Zudem eine starke Verdünnung der Radioaktivität.

Daisy Cutter im Einsatz. Eine große nicht - nukleare Bombe der US Armee

Daisy Cutter im Einsatz. Eine große nicht - nukleare Bombe der US Armee

Auch das Evakuierungsproblem von Tokio wäre somit gelöst. Was sich brachial anhört ist nur der Einsatz des Werkzeuges „Sprengstoff“. Dabei geht es aber nicht um Zerstörung und Vernichtung von Gütern oder Leben, sondern um die Rettung. So wie auch Waldbrände mit Sprengungen bekämpft werden, oder Lawinenabgänge ausgelöst um Schlimmeres zu verhindern.

Unter der Prämisse, das derzeit menschliche Eingriffsmöglichkeiten minimal sind, ein Weg um wieder die Initiative zurück zu gewinnen.

Die in der Folgezeit auftretenen Umweltschäden und andere Probleme müssen mit der durch den Tsunami entstandenen Risikosituation abgewogen werden.

Auch die Russen verfügen mit der „Vater aller Bomben“ über eine ähnliche Waffe, die dazu gedacht ist große Flächen „platt zu räumen“ (Siehe Video).

Danach geht es ans Aufräumen

Sobald die Bucht plan gebomt wurde, kann man beginnen die Erdöffnungen in denen noch die Kernschmelze abläuft zu verschliessen. Das ginge viel schneller und ungefährlicher als mit dem derzeitgen Schrotthaufen. Alles was strahl, bis auf das Erdreich hätte man zudem „weggeputzt“ und die Arbeiter wären geringeren Risiken ausgesetzt.

Die Trümmer im Meer müssten über Jahre loaklisiert und wenn möglich versiegelt werden. Eine derartige Aufgabe könnten/müssten dann auch Tauchroboter übernehmen.

Ein Szenario, bei dem Japan und der Rest der Welt mit einem dicken blauen Auge davon käme….

Kann das auch schiefgehen?

Wenn man die alten Bauformen von Atombomben zugrunde legt, bei denen mit einem konventionellen Sprengstoff Uran zu einer Kettenreaktion getrieben wurde, dann ist es bei dem Materialmix, der mittlerweile im AKW Fukushima vorliegt höchstens für einen absoluten Fachmann zu beurteilen, ob eine starke konventionelle Sprengung eine nukleare Kettenreaktion auslösen kann. Das wäre dann wohl die stärkste nukleare Explosion auf der Erde. Tokio wäre wohl verloren.

Aber die bisherigen Explosionen auf dem Gelände haben auch nicht zur Kettenreaktiuon geführt, allerdings waren diese um ein Vielfaches schwächer.. Die Verantwortlichen stünden oder stehen sogar bereits, also vor einer sehr schweren Entscheidung.

  1. 27. August 2011 um 08:28

    Yamashitas Äußerungen zu Fukushima und Strahlung

  2. 27. August 2011 um 08:45

    Dear Kingo Japan, thank you very much for updating us with information on the aftermath of Fukushima deasaster. The press and the public tend to forget to fast. We understand your concerns and will support you by keeping the focus on what is going on in Japan. Thank you very much.

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