Archiv

Archive for the ‘Familie’ Category

Fukushima ausser Kontrolle, weitere Explosion und Feuer

Im Block 2 hat sich nun auch eine Explosion ereignet. Dort soll der innere Druckbehälter beschädigt sein. Block 4 sei in Brand geraten. Rauch steigt auf.

Somit sind alle 4 Blöcke des AKW Fukushima im Notstand. Partielle Kernschmelzen sind vermutlich bereits erfolgt oder im Gange.

Die Mannschaft des AKWs wurde auf 50 Arbeiter reduziert. Die Radioaktivität auf dem Gelände hat über 8000 Microsievert erreicht .

Der Wind hat zudem gedreht und treibt eine radioaktive Wolke Richtung Tokio. In Tokio selbst wurden bereits 9-fach erhöhte Strahlenwerte gemessen.

Japanische Regierung bittet US Militär um Hilfe bei der Bekämpfung des Brandes. Betreiber Tepco spricht von einem „sehr schlimmen Szenario“.

Japan muss sich auf das schlimmste gefasst machen. Im Großraum Tokio leben 35 Mio. Menschen. Quellen : Ticker N24 und N-tv um ca. 4.00 Ortszeit.

Kokosmilch Wasser aus reiner Kokosnussmilch jetzt online kaufen

Der Trend kommt aus den USA. Die Proms schlürfen neben Vittel Mineralwasser nun auch ständig Kokosmilch Wasser. Der Popstar Madonna spendete einer brasilianischen Kokosmilchwasser Firma sogar eine Million Dollar! Man sieht Madonna ständig mit einem Tetrapack des erlesenen Wassers herumlaufen. Das Getränk ähnelt Milch, hat wenig Kalorien,entwässert,  kurbelt sogar den Kalorienverbrauch an. Es ist besonders für Nahrungsempfindliche geeignet, da es keine Milch enthält, lactosefrei ist, kaum Eiweiss und kein Soja oder Schalenfrüchte beinhaltet.  Mittlerweile ist das Getränk zum Kult für die Menschen geworden, die ihr Gewicht penibel kontrollieren und schlank bleiben wollen. Das Getränk ist ein hervorragender isotonischer Durstlöscher, enthält viele Vitamine und schmeckt leicht gekühlt ähnlich wie Milch, aber mit einer leichten Kokosnote.

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass es sich um 100% Kokosmilch Wasser handelt und keine zusätzlichen Stoffe hinzugegeben wurden.

Kokosmilch Wasser - der megatrend aus den USA, für alle die schlank werden oder bleiben wollen. Hier bequem online bestellen!

Kokosmilch Wasser ist nicht teuer und man sollte sich schon gute Bio Qualität gönnen. In den USA ist Vita Coco der Renner. In Deutschland gibt es aber sogar qualitativ besseres Kokosmilchwasser. Dr. Martins ist in diesem Segment sehr gut vertreten. Die Getränke sind frei von gentechnischen Zusätzen und werden ökologisch angebaut. Die Preise bei Amazon sind zudem viel günstiger, als in den Reformhäusern und Drogerien, in denen man die begehrte Kokosmilch manchmal(!) bekommt! Wenn man einen kleinen Vorrat bestellt, spart man sich zudem das Porto und auch die Fahrerei zum Supermarkt ( der es dann sowieso nicht hat). Ausserdem bringt es einem der nette Postbote bis ins Haus – oder schleppt es die Treppe hinauf. Das ist zwar nicht besonders sportlich, aber angenehm…..

Mehr Informationen über gesunde Trendernährung erwünscht ? Schon mal was von Stevia gehört ? (klick)


Abnehmen und besser aussehen

Stevia Rezept für zwischendurch

Wer eine Diät macht und nicht weiss, was er als kalorienarme Zwischenmahlzeit nehmen soll, für den gibt es einen kleinen Tipp.

Normalerweise sind Naturjoghurts mit max. 3,5% Fett eine häufig empfohlene Zwischenmahlzeit. Er sättigt, führt Flüssigkeit zu und hat vergleichsweise wenig Kalorien. Leider haben solche Joghurts den Nachteil, dass sie ziemlich fad schmecken. man kann sie zwar mit Früchten oder Honig etwas aufpeppen, hat dann aber wieder den Zucker dabei.

Rezept:

Eine Messerspitze Stevia in einen Joghurt, gut verrührt und ca. 2 Minuten abgewartet bietet da schon eher eine angemessene Ersatzbefriedung.

Nach Geschmack kann man auch etwas Zimt oder Vanillearoma hinzufügen.

Stevia zu kaufen gibt es hier

Weitere Beiträge zum Thema Stevia hier

Kategorien:Gesundheit, Kochen!Essen!Trinken! Schlagwörter: ,

Facebook für Tote

11. September 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Als ich neulich mit einem Bekannten über kommende Trends und Hypes des Internets fabulierte,  hatte ich ein dutzend Ideen und er nur eine – den Internetfriedhof- the next big thing. Irgendwie wollte ich das nicht so ganz kaufen, denn wen interessiert es schon, was nach seinem Ableben mit seinem digitalen Fingerabdruck im Internet passiert?

Scheinbar doch eine  ganze Menge Leute, oder zumindest genügend um daraus ein Geschäft zu machen – die digitale Unsterblichkeit. Was dem Pharao die Pyramide, soll zukünftig dem Nerd der Internet Friedhof Stay Alive sein.

Dabei ist die Website bislang noch eher dürr bestückt. Wer sich kostenlos bei Stay alive anmeldet, bekommt quasi einen Art Facebookaccount mit Sonderfunktionen. Da wäre zum Beispiel – neben den üblichen Features wie Bilder hochladen und eine eigene Seite gestalten – die Möglichkeit einen Stammbaum mit den lieben Verwandten anzulegen. Per Geotagging wird die Position der Grabstätte verortet – wenn sie denn schon bekannt ist. All dies ist nicht sooo spektakulär, aber eine Funktion hat dann doch etwas von dem, was ICH mir unter der digitalen Unsterblichkeit vorstelle. Ein Datentresor nämlich, der nach Vorgabe Daten an vordefinierte Personen freigibt – oder eben auch nicht. Der Verblichene kann also aus dem Reich der Toten heraus dafür sorgen, dass wichtige Passwörter von Linuxservern an eine Person ( oder Organisation??) seiner Wahl verteilt wird.

Die Möglichkeiten, die mir da so in den Sinn kommen sind vielfältig:

  • Helmut Kohl könnte endlich mal mit der Liste der Spender rausrücken – oder ob es überhaupt welche gab.
  • Julien Assange könnte seine Insurance Datei ablegen, ohne zu befürchten, dass einer seiner Super-Nerd-Geek-Fans sie nicht doch noch vorher knackt.
  • Osama Bin Laden könnte uns mal höchstpersönlich verraten, wo er sich all die Zeit so rumgetrieben hat – falls er nicht schon zu Staub zerfallen ist.
  • ….und sämtliche Betreiber sämtlicher Server, Blogs und sonstigen Passwort geschützten Zugängen könnte dafür sorgen, dass die Firma in der sie gerade als Admin arbeiten nicht Insolvenz anmelden muss, nur weil keiner sonst die ganzen Codes kennt.

Für jeden ist also was dabei. Jedem fällt dazu bestimmt etwas anders ein, dass er gerne nach dem Ableben eines anderen greifbar hätte – oder vielleicht liebr auch nicht.

Natürlich kann man auch ganz altmodisch Briefe an jeden schreiben und dann in die Nachtischschublade legen. Da steht dann der Code vom Haustresor, die PINs und TANs, wo das ganze Schwarzgeld liegt und was weiss ich nicht noch. Blöd nur, wenn sowas mal von den Kindern, der Frau, dem netten Beamten bei der Begehung des Hauses  ( nachdem der bösen Einbrecher während des Urlaubs bereits die ganzen Briefe mit den Kreditkartendaten mitgenommen haben). Vielleicht findet es ja auch die Frau einen Tag vor der Scheidung. Oder der drogensüchtige Freund der Tochter.

Mit Sicherheit finden solche Sachen immer die falschen Leute und daher ist es legitim, darüber nachzudenken um man das nicht auch irgendwie auf zeitgemäßen Weg regelt oder ob man stattdessen Zeichen in Tonplatten ritzt.

Also, das Überleben der digitalen Identität wird mal eine ernstzunehmene Killerapplikation der Zukunft ( was fürn Wortspiel, hey).

Der nächste Schritt

Ich habe mir das immer so vorgestellt, dass so viele Informationen wie möglich aus dem Leben gesammelt werden. Bilder,Videos,Handydaten,Kreditkartendaten usw. Das kann dann später einer künstlichen Intelligenz ermöglichen, daraus ein Art digitales Gehirn zu erzeugen, was dem des Menschen entspricht. Je mehr Material diese künstliche Intelligenz von einem Menschen hat, desto besser kann sie sein Wesen nachahmen.

Bilder sind schon mal ein Anfang, Videos wären wohl noch aussagekräftiger. Vielleicht wird es auch mal ein paar Standardsituationen geben, die dem System überliefert werden müssen um das Wesen, Charakter und Intelligenz eines Menschen nachzubilden. Natürlich an dem Punkt seines Lebens, an dem es dem Benutzer am besten gefällt. So wie man sich auch seinen Körper an einem bestimmten Punkt wünschen würde, wenn man ihn wie ein Ersatzteil nachbauen könnte. Kann man auch irgendwann, aber dazu ein ander Mal.

Also die digitale Wiederauferstehung sollte im besten Alter festgelegt werden. Obwohl – das bedeutet, ab da an geht es nur noch bergab!

Wenn ich also festlegen würde, dass mein digitales Alter Ego so , sagen wir mal 35 Jahre alt sein soll- also nicht mit Informationen gefüttert werden, die ich NACH diesem Zeitpunkt gemacht habe, dann würde dem System eine Art Gedächnisschwund befallen. Nämlich alles was mir ab diesem Zeitpunkt zugestosssen ist. Mein Ziel ist es ja, einen Art Avatar zu erschaffen, der sich so verhält, wie ich es auch getan hätte. Da man aber über die Jahre immer wieder neue Erfahrungen sammelt und diese in das Verhalten einfliessen. ( Hundefreund wird vom Hund gebissen,  Holla,  dieses Snowboarding geht ganz schön auf die Knochen…), wäre es falsch dem Avatar dieses Wissen mit auf den Weg zu geben.

Problematisch wöäre es allerdings, wenn das System neue,andere Erfahrungen sammeln und sich somit in eine andere als die eigene Richtung entwickelt. Dann könnte es passieren, dass er genau das Gegenteil von dem tut was man selbst getan hätte. Paradox.

Also muss es an einem Zeitpunkt einen Schnitt geben. Dann dürfte das Alter Ego auch noch nichts von seinem Tod und seine Umstände wissen. Denn wäre das anders, würde es sich ja auch entsprechend verhalten und z.B. mit dem Pilzesammeln aufhören, oder endlich mal den Führerschein abgeben. Oder eben doch nichts mit der besten Freundin der Frau anfangen… jaja, wenn man immer vorher wüsste, wie die Sache ausgeht, da würde man sich wohl einiges ersparen, oder?

Also, wir haben jetzt das Wesen des Alter Egos. Geprägt durch die individuellen Erfahrungen und Anlagen. Geburt, Eltern, Schule, erstes Auto – soweit so gut.

Das Wissen, dass Mr. Avatar dann zu diesem Zeitpunkt hat ist nur eine Sache von Daten, die abgerufen werden müssen.

So, jetzt könnte ich mir so ein hübsches 3-D Hologramm wie aus Star Wars vorstellen, lebensgroß oder auch kleiner mit dem man interagieren kann. Man kann so dem Verstorbenen noch die ein oder andere Frage stellen. Sei es was sein Wissen angeht oder um seinen Rat zu hören. So eine digitale Wiederauferstehung birgt natürlich einen großen Suchtfaktor für manche Leute, man müsste auch befürchten, dass man manche Nervensägen ( Siehe Liste oben) vielleicht nie loswird. Die könnten dann jahrtausende ihre kruden Theorien verbreiten und dafür sorgen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Da sie keine Körper hätten, gäbe es keine Ermüdung und keine Altersmilde. Diktatoren, Popstars und Promis könnten bis in alle Ewigkeit wirken und angebetet werden.

Nordkorea müsste nicht alle paar Jahre den Präsi gegen seinen Sohn austauschen. Michael Jackson wäre endlich wieder der Alte. Elvis wäre wieder schlank, Jimi Hendrix und Barry White wären wieder da und würden neue Songs machen.

Man selbst erwirbt also die Gewissheit, dass man auch über den Tod hinaus wirken kann – mit all den guten und schlechten Seiten.

Klingt alles nach Science Fiction, ich weiss. Stay Alive ist auch noch weit entfernt eine solche künstliche Identität zu schaffen, aber vielleicht ist das ja eines Tages das Ziel. Dazu braucht es natürlich mehr als SQL Datenbanken und Geotagging.

Bei facebook jedenfalls, kann sich keiner sicher sein, was passiert, wenn er nach dem dritten Mal nicht die AGB Änderung bestätigt hat. Facebook interessiert sich auch nicht für Tote, denn die kaufen dort nichts mehr und klicken auf keinerlei Anzeigen. Für facebook sind unaktive User also nur noch Ballast, die Speicher und Bandbreite kosten.

Ausserdem ist die Tresorfunktion interessant als Backup, so wie ein Schweizer Bankkonto. Das mit dem virtuellen Alter Ego kann ja noch werden. Die Zeit bleibt nicht stehen.

Die „kostenlose Gedenkstätte“ gibt es derzeit noch wie Grundstücke auf dem Saturn. Vielleicht ist es auch von Vorteil, dass der Dienst noch nicht hochgehypt wurde. Hier lassen sich sicher noch einige interessante Namen „grabben“ und später zu Geld machen oder für Werbezwecke nutzen. Die Anmeldung kostet nix und man tut sich nicht weh dabei, noch irgend einen Account zu haben.

Jaja ich weiss das ist alles etwas pietätlos, aber wir sind ja hier beim Marketing und nicht im Kindergarten. Fürs echte Grab bleibt nur der Stein, ist doch klar. So, wie es schon die alten Ägypter gemacht haben.

Die Stevia Verschwörung

8. September 2010 11 Kommentare


An dieser Stelle folgen in den nächsten Wochen Informationen und Reportagen zum Thema „Stevia“.

Stevia ist ein natürliches Süssungsmittel, das aus einer südamerikanischen Pflanze (wissenschaftlich Stevia rebaudiana) genannt „Süsskraut“ gewonnen wird.

Aus den getrockneten Blättern der Pflanze kann man verschiedene Süssstoffe extrahieren, die um ein mehrfachses stärker wirken als Zucker oder üblicher Süßstoff.

Stevia soll sogar gegen Karies wirken – und das obwohl es bis zu 300 mal süsser als Zucker ist !

Die Entdeckung der Pflanze durch westliche Forscher geht auf das 19.te Jahrhunder zurück. Die Indios kannten ihre Wirkung schon lange.  Es gab immer wieder Anläufe, Stevia als Süssstoff zu etablieren, in einigen Ländern wie Japan ist dies erfolgt ( dort ist der in der EU erhältlich künstliche Süssstoff z.B. „Nutrasweet“ wegen Gesundheitsbedenken verboten). In der Eu aber ist Stevia als Lebensmittel nicht zugelassen und muss unter Tarnbezeichnungen in Reformhäusern und Drogerieren erworben werden.

Für die Sevia Fans liegt die Begründung klar auf der Hand: Die Zuckerindustrie und der Konzern Monsanto , der das Patent für den künstlichen Süssstoff hält, blockieren sämtliche Freigaben um ihren riesigen Geschäfte zu schützten. Ein sicherlich nicht ganz unberechtigte Hypothese. Würde Stevia zugelassen, würde diese den gesamten Zuckermarkt auf den Kopf stellen, neue Wettbewerber schaffen und alte Strukturen gefährden.

Aber es gibts sicherlich auch gute Gründe dafür, warum Stevia nicht so einfach in den Handel gelangt, sondern zunächst intensiv untersucht werden muss. Schliesslich handelt es sich bei Zucker um ein Grundnahrungsmittel, das so ziemlich jeder Konsument in irgend einer Form jeden Tag zu sich nimmt. Gäbe es gesundheitliche Bedenken, wäre eine vorzeitige Freigabe fatal.

Beleuchten wir doch mal ein wenig die genauen Hintergründe, warum – nach über 100 Jahren Forschung – Stevia noch immer nicht in Deutschland zugelassen ist und wo man Stevia bekommt bzw. wie man es verarbeitet.

Bücher zum Thema gibt es reichlich, wenn auch nicht alle wirklich gut sind. Rezeptbücher sind ebenfalls erhältlich und wenn wir schon dabei sind: Es gibt Stevia in verschiedenen Formen online auch zu kaufen!

Tipps gegen das Rauchen

An dieser Stelle, findet ihr Tipps die helfen , mit dem Rauchen aufzuhören. Beim Einen hilft dieser beim, andereen jener. Wichtig ist, dass man nie aufgibt!

Der heutige Tipp heisst

“ Später“

Er fällt unter die Kategorie Selbstsuggestion. Ich wende diesen Trick an, wenn ich mit dem Rauchen aufgehört habe und drohe rückfällig zu werden. Evtl. geht es aber auch in den ersten Tagen der Entwöhnung. In jedem Fall eignet sich dieser Trick – den es ist ein Trick, kein Tipp – für die Probleme mit dem psychischen Entzug.

Sobald also das Verlangen nach einer Zigarette aufkommt, quält man sich nicht ab, sondern gibt diesem Wunsch nach!

„Allerdings“ sagt man sich – und evtl. Umstehenden -“ Jetzt nicht; ich rauche später eine“. Man fügt einen Bezugspunkt hinzu, zB.: „Nach dem Essen“ , „In der nächsten Pause“, „Auf der Fahrt zurück im Auto“.

Man hat das natürlich nicht vor ! Aber dadurch, dass man den Widerstand gegen das Bedürfnis aufgibt und gleichzeitig einen festen Punkt in der Zukunft angibt, entspannt sich die Situation und das Bedürfnis verschwindet. Es ist ohnehin jetzt nur noch eine Kopfsache ( Nach ca. 3 Tagen) und so legen wir den Kopf herein!

Wenn dann „Später“ kommt, haben wir unser Vorhaben meist schon längst vergessen oder verschieben es erneut auf „Später“. Wichtig ist den Widerstand aufzugeben ( „Nein, ich rauche jetzt keine!“) und stattdessen sich selbst zu suggerieren, man würde es tun , aber eben später.

Mit der Zeit braucht man diese Technik immer weniger…

Kategorien:Gesundheit Schlagwörter: , ,

Medal of Honour 2010 Preview

Viel Rauch um nix

Medal of Honour 2010 wird derzeit mit viel Tamtam angekündigt und in der Presse aufgrund seines Afghanistan Bezugs gerüffelt.Ich habe mir die Beta mal angeschaut und mir aus der Sicht eines Mappers und den Spielaufbau betrachtet.

Als das erste MOH herauskam, war ich gleich begeistert. Das Thema WWII war sehr stimmungsvoll umgesetzt. Die Musik passte, die KI war passabel und die bösen Nazis wirkten fies.

Bei der Kritik um den Nachfolger, der im Afghanistan von heute spielt, geht es ja darum, dass man als Spieler die Seite der Taliban einnehmen kann. Britsche und US Politiker riefen daraufhin zum Boykott des Spiels auf.

Denn das soll nicht sein: Feind bleibt Feind.

Zunächst zum optischen Eindruck. Da ist das Spiel auf der Höhe der Zeit. Alle Effekte und Grafikauflösungen werden genutzt. Der Klang und der Soundteppich wirken sehr realistisch. Insofern sind besorgte Eltern zu recht skeptisch. Viel realistischer wird’s wohl kaum noch, es sei denn man steigt auf 3-D um. Aber die Grafik allein macht es eben nicht. Die Frage, ob man ein Spiel mit der Realität verwechseln könnte beantwortet sich an ganz anderer Stelle.

Die Infanteriemaps sind – für mich – enttäuschend klein. Die Kabul Map spielt in einer Endzeitwohnsiedlung mit unfertigen Rohbauten von vielleicht 200 mal 200 Meter..

Dort jagt man dann Talibs oder eben GIs. Das Gameplay ist aber pures Arcade Run and Gun. Von Realismus, Taktik oder Strategie keine Spur. Man springt mit voller Montur von Haus zu Haus meuchelt einen Gegner nach dem anderen, oft im absoluten Nahkampf und steckt dabei immer wieder selbst Treffer ein, die sich nach Sekunden selbst „heilen“.

Wer nur mal auf Liveleaks oder anderen Plattformen anschaut wie der Alltag des Kriegs in Afghanistan oder dem Irak aussieht, weiß dass dies nicht mit der Realität gemein hat. Es wäre halt spielerisch nicht umsetzbar tagelang im Convoy durch die Stadt zu fahren, nur um dann innerhalb von Sekunden durch eine Sprengfalle in die Luft zu fliegen. Das nämlich ist der Alltag und nicht Scheibenschießen wie auf der Kirmes.

Die Tatsache, dass eine Seite einen Turban trägt und die andere einen Kevlarhelm ändert daran nichts. Man identifiziert sich keinesfalls mit den Pixelfiguren die man gerade steuert. Sie könnten auch Cowboyhüte und Indianerschmuck tragen. Es ist und bleibt das gute alte „Räuber und Gendarm“ in neue Verpackung.

Gestörte Persönlichkeiten, die sich an Gewalt und Krawall erfreuen, werden hier sicherlich weiter in ihrer Fehlentwicklung bestärkt. Das aber würde auch der falsche Film oder sogar das falsche Buch anrichten.

Das Spiel Medeal of Honour ist und bleibt ein Spiel. Eine moderne Version einer Mischung aus Schach und Schiffe versenken. Und es macht Spaß. Es hat nichts mit den realen Ereignissen in den jeweiligen Regionen zu tun, außer dass EA den derzeitigen Konflikt nutzt, die Gegner in entsprechende Kleidung und die Landschaften in afghanische Ansichten hüllt – um Geld zu machen.

Medal of Honour 2010 Kabul Map

Besonders einladend sieht es hier wirklich nicht aus. Die Maps sind eher klein.

Das ist wohl das einzige was einen etwas schalen Beigeschmack hat. Reale Kriegsschauplätze als „Setting“ zu verwenden um Kasse mit einem simplen Ballerspiel zu machen. Den Spieler sollte man hier keinen Vorwurf machen, dass sie die neuste Generation ihres Genres spielen. Die wenigsten werden es tun weil sie es in der Absicht tun Talibans zu töten. Sie spielen und erfreuen sich an der ausgefeilten Technik. Die Verantwortung für Inhalte muß aber bei EA bleiben.

Ist Medal of Honour nun politisch korrekt?

Politisch korrekt eigentlich nicht. Nein. Aber man sollte auch bedenken, dass man jederzeit den in der Realität unterlegenen Taliban unter die Arme greifen kann. So gesehen sind die Chancen gleich verteilt. Ob man überhaupt Krieg spielen muss – ob realitätsgetreu oder nicht – sollte jeder zunächst für sich selbst entscheiden.

Ist es eine Gefährdung für das Geisteswohl der Spiele und insbesondere der Jugend?

Auch das denke ich nicht, wobei eine Altersgrenze für Shooter ohnehin gelten sollte, da es bei übermäßigem Konsum bei Kindern und jungen Jugendlichen mit Sicherheit zu Schlafstörungen und aggressivem Verhalten kommen kann. Bitte beachten, dass dies auch nach einer wilden Rangelei auf dem Spielplatz oder einem Prügel Trickfilm vorkommen kann und nicht ein Problem des Genre 3-D Shooter alleine ist.

Medal of Honour 2010 Screenshot

Medal of Honour Kabul Map im Multiplayer Modus

Was spricht dann überhaupt für das Spiel aus Sicht der Eltern?

Dabei sein ist alles in einem gewissen Alter. Unterschätze nicht den sozialen Faktor, wenn Jugendliche sich zu Clans zusammenschließen und in ihrer Freizeit am PC oder der Konsole gegeneinander antreten. Dabei wird viel über Gott und die Welt, die Schule und alles andere gechattet – gerade Jungs ab 14 wachsen heute so auf. Wer seinem Kind dies verwehrt, schließt es womöglich von seiner Clique aus. Wir dürfen auch nicht immer davon ausgehen, was wir seinerzeit in der Freizeit gemacht haben. Das Spielen ist oftmals nur Nebensache und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe in der Schule oder dem Umfeld der wesentliche Faktor.

Auch Vater-Sohn Beziehungen können – auch auf Distanz so gepflegt werden.

Klare regeln sollte es dafür geben WANN das Spielen erlaubt ist und wann nicht. Einmal die Woche mit dem Clan und am Wochenende etwas öfter.

Sobald das Interesse am anderen Geschlecht steigt sinkt die Spielzeit übrigens ganz rapide von allein…

Fazit

Medal of Honour II ist mitnichten ein militärisches „Kriegspiel“ das Spieler zu waffenbegeisterten Militaristen machen wird. Es ist vielmehr eine moderen Variante des alten „Räuber und Gendarm“ Spiels, ein Battlefield 2 Clon, wobei die Anlehnung an ein aktuelles Kriegsgeschehen mehr als geschmacklos und kommerziell motiviert ist. Wer sich damit schwer tut, sollte die Finger davon lassen.  Spielerisch ist es jedenfalls kein Glanzlicht, man kann moralisch einwandfrei auch Aliens aus ihren Raumschiffen ballern oder Dinosaurier jagen. Medal of Honour erscheint am 14.102010 für PS3,XBOX und PC und kann bei Amazon vorbestellt werden.(auf Version mit der richtigen Jugendfreigabe achten!)

Kategorien:Familie, G@mes, n@tzwelt Schlagwörter: ,
%d Bloggern gefällt das: